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DataMatrix-Code:
Bedeutung und Anwendung

Der DataMatrix-Code ist ein bekannter, genormter 2D-Code der in den 80er Jahren in den USA entwickelt wurde. Er wird für die dauerhafte Beschriftung bspw. in der Produktion, Automobilbau, Chemie, Medizin und im Post- und Warenversand verwendet. Die Größe des quadratischen oder rechteckigen Codes kann variabel gewählt werden. Die einzelnen Elemente sind dabei je nach Herstellungsverfahren rund oder eckig. Der Code besteht aus 4-5 Hauptkomponenten:

  • Finder Pattern: zwei feste Paare durchgehender und unterbrochener Kanten, welche als Begrenzungslinien zur Abgrenzung nach außen dienen und ebenso als „Entzerrer“ genutzt werden, damit der Code aus jedem Winkel ausgelesen werden kann.
  • Quiet Zone: die Ruhezone liegt außen um den Code herum und dient zur Abgrenzung gegenüber anderen optischen Elementen im Bild.
  • Ecke, welche gegenüber den geschlossenen Kanten liegt: wird für ein schnelles Erkennen der Codeschemata verwendet und kann je nach Schemata komplett ausgefüllt oder leer sein.
  • Alignment Pattern: paarweise durchgehende oder unterbrochene senkrechte und waagerechte Linien dienen als Ausrichtungsmuster und Vereinfachung der Bildauswertung. Sie werden auch zur Fehlerkorrektur verwendet.
  • Datenbereich: er erhält die eigentliche binäre Information des Codes.

Der DataMatrix-Code enthält eine eingebundene Fehlerkorrektur. Im neusten Standard (ECC200) wird hierfür der Reed-Solomon Algorithmus eingesetzt. Wenn die Fehler im Code so verteilt sind, dass 30% der Fläche beschädigt, aber die maximale Anzahl beschädigter Codewörter nicht erreicht wird, ist eine Fehlerkorrektur möglich. Wenn die maximale Anzahl beschädigter Codewörter überschritten wird, ist die Fehlerkorrektur jedoch nicht mehr funktionsfähig.

Gegenüber klassischen 1D-Strichcodes ist der DataMatrix-Code weitaus sicherer auszulesen. Weiterhin ist er kompakter und aufgrund der Fehlerkorrektur robuster. Erzeugt wird der Code mit gängigen Kennzeichnungsverfahren, wie dem Tintendruck, der Nadelprägung oder der Lasergravur. Das Verfahren wird dabei je nach Bedingungen und Anforderungen im jeweiligen Verwendungsgebiet gewählt.

Zu Auswertung der Codes werden in der Regel digitale Kameras verwendet. Die Kamera erfasst die Informationen des Codes während eine Software das Bild auswertet und die Informationen zu Codeinhalt und Codequalität ausgibt. Viele Hersteller bieten hierfür kompakte ID-Scanner an, welche sowohl Kamera als auch Beleuchtung und Auswertungssoftware beinhalten.